Zahnärztin Dr. med. dent. Degenkolb

Kinderzahnheilkunde | Vorsorge | Prophylaxe | Zahnersatz

Auch Milchzähne sollten vom Zahnarzt erhalten werden

Die meisten Babys fangen im Alter von sechs Monaten mit dem Zahnen an. Dies bedeutet Stress für die Kinder und Sie als Eltern welchen wir Zahnärzte durchaus verringern können. Kinder können beim Zahnen sogar Fieber oder Durchfall bekommen. Mit speziellen Beißringen und vom Zahnarzt verordneten Mitteln für das Zahnfleisch können Sie Ihrem Baby Linderung verschaffen. Wichtig ist, dass Sie immer im Hinterkopf behalten, dass es ein völlig natürlicher Vorgang ist, der üblicherweise in der Mitte des dritten Lebensjahrs abgeschlossen ist. Bis dahin sollte Ihr Zahnarzt feststellen, dass die zwanzig Zähne des Milchgebisses durchgebrochen sind. Diese Milchzähne haben gleich zwei wichtige Aufgaben zu erfüllen. Sie sind nicht nur für das Zerkleinern fester Nahrung notwendig, sondern sind auch für das Erlernen des Sprechens unverzichtbar. Vor allem die Zischlaute sind erheblich beeinträchtigt, wenn die Zähne nicht in Ordnung sind und man Zahnlücken nicht zeitnah vom Zahnarzt beheben lässt.

Milchzähne frühzeitig vom Zahnarzt pflegen lassen

Schäden an den Zähnen sollten so früh wie möglich erkannt und behandelt werden. Deshalb raten Zahnärzte, dass Kinder öfter als ein Mal pro Jahr in der Zahnarztpraxis für eine Vorsorgeuntersuchung vorgestellt werden sollten. Kinderzahnärzte empfehlen einen Abstand zwischen vier und sechs Monaten. Somit kann Karies frühzeitig gefunden und vom Zahnarzt mit einer Füllung versehen werden. Dabei ist allerdings die Mitarbeit der kleinen Patienten erforderlich. Sind Backenzähne bereits erheblich geschädigt, können sie vom Zahnarzt nicht alleine durch eine hochwertige Kunststoffüllung versorgt werden, weil keine ausreichende Zahnsubstanz vorhanden ist.  Damit die Kinder bei der Behandlung keine Schmerzen erleiden, erfolgt die Behandlung durch Ihren Zahnarzt mittels einer lokalen Betäubung, welche oftmals noch nicht einmal den Einsatz einer Spritze erfordert. Eine Prävention gegen Schädigungen der Backenzähne bieten heute viele Zahnarztpraxen in Form einer Beschichtung der Kauflächen mit Kunststoff an ( Fissurenversiegelung ).

Wurzelbehandlung und Extraktion auch bei Milchzähnen

Bei stark geschädigten Milchzähnen muss unter Umständen der Zahnnerv durch den Kinderzahnarzt entfernt und der Nervenkanal mit einer Füllung verschlossen werden. Dieses wird vom Zahnarzt dann durchgeführt, wenn bis zum voraussichtlichen Zahnwechsel noch ein längerer Zeitraum zu erwarten ist und somit der Milchzahn als Platzhalter für den nachkommenden zweiten Zahn dient. Die Behandlung erfolgt immer so, dass ein eventuell im Kiefer bereits angelegter Zahn durch den Zahnarzt nicht geschädigt wird. Das Extrahieren, also das Entfernen des geschädigten Zahns, sollte immer das letzte aller möglichen Mittel bleiben. Umgekehrt kann zur Erhaltung des Gebisses aber auch das Ziehen eines Milchzahns notwendig werden, wenn er den bleibenden Zahn am Durchbrechen hindert oder aber Karies vom Milchzahn auf den bleibenden Zahn übergehen könnte. Der Zahnarzt kontrolliert dies durch eine Röntgenaufnahme.

Wenn ein Milchzahn durch den Kinderzahnarzt gezogen werden muss

Kann der Zahnarzt einen geschädigten Milchzahn nicht mehr retten, dann muss dafür gesorgt werden, dass die Lücke für den bleibenden Zahn frei bleibt. Dabei arbeiten Zahnärzte eng mit der Kieferorthopädie zusammen. Betroffene Kinder und Jugendliche bekommen meistens eine spezielle Spange vom Zahnarzt, mit der die benachbarten Zähne an ihrem Platz gehalten werden. Das macht allerdings die konsequente Mitarbeit von Kindern und Eltern sowie regelmäßige Besuche beim Zahnarzt über einen längeren Zeitraum hinweg notwendig. Durch die ins Gebiss eingebrachten Fremdkörper muss in dieser Zeit auch sehr großes Augenmerk auf eine besonders gründliche Zahnpflege gerichtet werden.

 

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